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Entwicklungswerkstatt

"Aufbau eines Limitsystems für Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen"

Das Initialisierungstreffen der Entwicklungswerkstatt findet am 26. Mai 2010 in Leipzig statt.

Die aufsichtsrechtlichen Vorgaben verlangen von Versicherern, auf Basis der Risikotragfähigkeit ein konsistentes Limitsystem einzurichten. Damit soll eine Verbindung zwischen der strategischen Gesamtsicht, die u.a. auf den Risikokapitalgrößen basiert, und der operativen Geschäftssteuerung geschaffen werden. Die Darstellung der Limitauslastung soll durch aussagekräftige Risikokennzahlen erfolgen. Der Aufbau eines Limitsystems erfordert beispielsweise die:

  • Allokation des ermittelten Risikokapitals auf die zu steuernden Organisationseinheiten,
  • Festlegung der geeigneten Tiefe und Ebenen der Limitierung proportional zum Art und Umfang der bestehenden Risiken,
  • Analyse bestehender und Wahl geeigneter quantitativer und qualitativer Risikokennzahlen, welche die Limitauslastung anzeigen und den Risikokapitalbedarf beeinflussen sowie
  • Wahl und Integration geeigneter Maßnahmen bei Überschreitung sowie Berichterstattung der Limite.

Diese komplexen Aufgaben parallel zum Betrieb des täglichen Geschäftes eines Versicherungsunternehmens zu bewältigen, stellt für die Unternehmen eine große Herausforderung dar. Oft bestehen aufgrund knapper Ressourcen nur eingeschränkte Möglichkeiten, diese vielfältigen Anforderungen in kürzester Zeit in die Unternehmenswirklichkeit zu übertragen.

Zielsetzung und Ergebnis der F+E-Werkstatt

Ziel dieser Entwicklungswerkstatt ist, gemeinschaftlich eine Anleitung zum Aufbau eines Limitsystems in einem Versicherungsunternehmen zu entwickeln. Aufgrund der Teilnahme mehrerer Gesellschaften fließen unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen in die Entwicklung dieses Gesamtkonzeptes ein. Um die Arbeitsschritte, Methoden und Ergebnisse nachzuvollziehen, wird anhand fiktiver Geschäftszahlen, und Annahmen eines Beispielunternehmens gearbeitet.

Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist ein detailliert dokumentierter Leitfaden. Dieser soll es jedem Teilnehmer ermöglichen, die Aufgabe, ein Limitsystem im eigenen Unternehmen aufzubauen und zu integrieren, erfüllen zu können. Des Weiteren erhält jeder Teilnehmer alle Templates sowie alle Dokumente der Arbeitstreffen, um nach Abschluss des Projektes diese Vorlagen auf das eigene Unternehmen übertragen zu können.

Zielgruppe

Die Entwicklungswerkstatt richtet sich an Mitarbeiter von Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen, die mit der Aufgabe des Aufbaus eines Limitsystems in ihrem Unternehmen beauftragt sind bzw. die Verantwortung für dieses Projekt tragen.

Ablauf der F+E-Werkstatt

Die Entwicklungswerkstatt wird beginnend mit dem Initialisierungstreffen am 26. Mai 2010 im Rahmen von Arbeitstreffen durchgeführt. Details zu den Inhalten der Arbeitstreffen werden im Rahmen des Initialisierungstreffens vorgestellt, gemeinsam diskutiert und festgelegt. Die Termine der Arbeitstreffen werden gemeinsam mit allen Teilnehmern festgelegt.

Entsprechend des Prozesses zum Aufbau eines Limitsystems lässt sich eine Unterteilung in die drei Themenblöcke „Limitplanung und -festlegung“, „Limitsteuerung“ und „Limitreporting“ vornehmen. Die drei obligatorischen, jeweils zweitägigen Arbeitstreffen orientieren sich thematisch an dieser Aufteilung. Innerhalb der Arbeitstreffen werden unter anderem die hier genannten Fragestellungen beantwortet und ein Konzept zur Umsetzung eines Limitsystems erarbeitet.

1.Arbeitstreffen:
Limitplanung und -festlegung (Teil 1)
Nach welchen Verfahren und Grundsätzen wird das Risikokapital allokiert? Welche fachlichen und formalen Eigenschaften (Verantwortliche, Frequenz der Messung und Anpassung etc.) müssen Limite besitzen? Auf welchen Ebenen im Unternehmen werden Limite eingerichtet?

2. Arbeitstreffen:
Limitplanung und -festlegung (Teil 2)
Wie beeinflusst die Ausprägung operativer Steuerungskennzahlen verschiedener Unternehmensebenen den Risikokapitalbedarf? Wie erfolgt die „Übersetzung“ in operativ steuerbare Limite? Kennzahlensysteme: Qualitativ und quantitativ?

3. Arbeitstreffen:
Limitsteuerung
Welche Konsequenzen haben Limitüberschreitungen? Welche Eskalationsverfahren sollten bestehen? Was geschieht bei Nicht-Auslastung von Limiten? Wie / wann werden Limite an die Geschäftsentwicklung angepasst?
Limitreporting
Dokumentation und Reporting: aufbau- sowie ablauforganisatorische Anforderungen, wie bspw. Häufigkeit der Berichterstattung, Berichtswege, Vorarbeiten der Berichterstellung? Adressaten? Einbindung der Limitinformation in existierende Berichte? Resultierende bereichsübergreifende Datenflüsse? Qualitätssicherung?

Weiterführende Informationen finden Sie in dem Exposé in der rechten Informationsbox. Rückfragen beatworten wir Ihnen gern. Sprechen Sie uns an!

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