Konferenz "Bestandsführungssysteme in der Assekuranz"
23.-24.1.2007 , Leipzig
Veränderte externe Rahmenbedingungen, zu denen der Produkt- und Preiswettbewerb, legislative Parameter wie Solvency II und veränderte Serviceerwartungen der Versicherungskunden gehören, kennzeichnen die Notwendigkeit zur Prozessoptimierung und zunehmender Industrialisierung in den Unternehmen der Assekuranz. Die sowohl technische als auch organisatorische Integration der Bestandsführung mit Bereichen wie Vertrieb, Produktentwicklung oder Customer Relationship Management nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Bestandsführungssysteme müssen zukünftig als Plattform für ein einheitliches Informationsmanagement über alle Sparten und spartenübergreifenden Produkte fungieren und dabei gleichermaßen in der Lage sein, die Entwicklung neuer Produkte nicht mehr zu reglementieren, sondern vielmehr aktiv zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang ist die Abkehr von klassischen, zumeist host-basierten, vertragsorientierten hin zu produktorientierten Bestandsführungssystemen unstrittig. Deren Verzahnung mit den häufig auf Client- Server-Basis entwickelten Produktentwicklungssystemen ist hinsichtlich Qualität, Kosten und „Time to Market“ für die Produktänderung und -entwicklung zudem ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Auch für die Realisierung von End-to-End-Prozessen im Vertrieb ist die Integration von Bestandsführungs- und Vertriebssystemen unerlässlich, sollen edundante Arbeitsgänge vermieden werden.
Gerade in jüngerer Zeit haben weitere Schnittstellen zwischen Bestandssystemen und der umgebenden Anwendungslandschaft, u.a. zu Termin-, Partner- und Inkasso-/Exkasso-Systemen, einschließlich den anhängigen Prozessen Bedeutung erlangt. Dem Bedarf an Kundeninformationen (Stichwort „CRM“) und insbesondere Risikoinformationen aus Bestandsdaten (Stichwort „Solvency II“) muss über Anbindungsmöglichkeiten für diesbezügliche Informationssysteme nachgekommen werden. Das Ziel und die Herausforderung der Systemgestaltung von morgen liegt demnach nicht nur in der spartenübergreifenden Ausrichtung, sondern auch in der Bereitstellung einer Informationsgrundlage für das integrierte Managementsystem.
Programm