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Krankenversicherung

Das Geschäftsklima in der privaten Krankenversicherung ( GDV, Entwicklung des Geschäftsklimas im 2. Quartal 2011, Grafik S. 4 ) hat sich nach einer Talfahrt in den Jahren 2005 bis 2010 im ersten Halbjahr 2011 stark verbessert, am stärksten in der Vollversicherung. Im zweiten Quartal betrug der Geschäftsklimaindex erstmals seit 2005 mehr als 30 Punkte.

Ursache für diese positive Entwicklung ist die auf ein Jahr verkürzte Wartefrist für den Übertritt von einer gesetzlichen Krankenkasse in die PKV. Niedrigere Ausgaben für Arzneimittel infolge der aktuellen Gesetzgebung entlasten die Versicherer zudem auf der Ausgabenseite.

Gleichzeitig wird in der Öffentlichkeit und der Politik die Abschaffung der PKV diskutiert. Zudem erschweren die steigenden Ausgaben in Folge des demografischen Wandels und des technischen Fortschritts eine Zukunftsprognose für die PKV - trotz gegenwärtig positiver Lage.

Auf den Seiten der Wissensrubrik „Krankenversicherung“ können Sie sich im Spiegel der Fachliteratur über diese Entwicklungen informieren. Statistiken der privaten sowie der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung finden Sie in den Rubriken „Versicherungsmarkt Deutschland“ und „Versicherungsmarkt international“.

Überblick über die private Krankenversicherung

 
Die Beitragseinnahmen der PKV betrugen 2010 33,295 Milliarden Euro, das entspricht einer Steigerung von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Krankenversicherung gesamt plus 6,1 Prozent, Pflegepflichtversicherung plus 1,7 Prozent, Pflegezusatzversicherung plus 15,8 Prozent). Die ausgezahlten Versicherungsleistungen stiegen 2010 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,7 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro (vorläufiger Wert).

Der Bestand in der privaten Vollversicherung umfasste Ende 2010 rund 8,9 Millionen Personen, das sind 84.700 Vollversicherte und damit ein Prozent mehr als 2009. Der Bestand an Zusatzversicherungen erhöhte sich um zwei Prozent auf 21,91 Millionen Verträge. Die Zahntarife haben hier mit 12,75 Millionen Verträgen den größten Anteil. Den größten Zuwachs gegenüber 2009 erzielten mit plus 12,6 Prozent die ambulanten Tarife (7,61 Millionen Verträge Ende 2010).

Stand: September 2011

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Das Leistungsspektrum der Versicherungsforen Leipzig umfasst u. a. Marktanalysen und Produktvergleiche für die Versicherungswirtschaft.

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