Altersvorsorgereformgesetz

Am 27. März 2026 hat der Bundestag das Altersvorsorgereformgesetz beschlossen. Das neue Gesetz ersetzt die bisherige Riester-Logik durch ein gefördertes Altersvorsorgedepot, in dem Sparer in Aktien, Fonds und ETFs investieren können. Der geplante Start ist der 1. Januar 2027. 

Die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Sollte der Bundesrat ablehnen, könnte sich der Markteintritt verzögern. Für die gesamte deutsche Versicherungswirtschaft bedeutet dies eine neue Ausgangslage: Es geht nicht nur um die Frage, wie mit dem Ein-Prozent-Kostendeckel umgegangen wird, sondern vor allem darum, wie ein tragfähiges Produktportfolio aufgebaut und im Vertrieb klar positioniert wird. 

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Marktpotenzial: 10 Billionen Euro als Ausgangsbasis 

Deutsche Haushalte verfügen über rund 10 Billionen Euro Geldvermögen*. Ein großer Teil liegt weiterhin in niedrig verzinsten Einlagen. Schon eine moderate Umschichtung in geförderte kapitalmarktnahe Vorsorgeprodukte würde ein relevantes Neugeschäftsvolumen eröffnen. 

Selbst bei einem Kostendeckel von einem Prozent wäre das ein Markt mit substanzieller Umsatzbasis. 

Altersvorsorgereformgesetz: Was bedeutet das für die Versicherer? 

Die Versicherungswirtschaft steht vor einer strategischen Aufgabe: 

  1. Produktarchitektur: Altersvorsorgedepot (AVD) als chancenorientierter Kernbaustein, Garantieprodukt (GAR) für sicherheitsorientierte Kundengruppen, Standarddepot (STD) als externer Benchmark. 
  2. Beratung: Die Übersetzungsleistung, die dem Kunden hilft, das richtige Produkt für seine Bedürfnisse zu finden. 
  3. Differenzierung: Versicherer können sich dort differenzieren, wo Plattformanbieter strukturell schwächer sind: bei biometrischen Ergänzungen, Garantielogik und Begleitung der Entnahmephase. 

Wie unterstützen die Versicherungsforen Leipzig? 

Die Versicherungsforen Leipzig unterstützen Sie dabei, die Handlungsoptionen zum Altersvorsorgereformgesetz gezielt weiter zu konkretisieren – von der Szenariorechnung über die Wettbewerbsanalyse bis zur Produkt- und Vertriebsarchitektur. 

Ziel ist kein isoliertes Einzelprodukt, sondern ein tragfähiges Gesamtportfolio für die geförderte Vorsorge. 

Da noch nicht alle Punkte der Marktstrategie abschließend definiert sind, sollten diese aktiv verfolgt und in verschiedene Szenarien modelliert werden. 

  • Wie lassen sich Verwaltungs- und Servicekosten realistisch abbilden? 
  • Wie wird Beratung wirtschaftlich angebunden? 
  • Welche Rolle spielen biometrische Zusatzbausteine? 
  • Wie werden Riester-Bestände migriert oder parallel geführt? 
  • Wie schnell entsteht ein marktfähiges Portfolio? 

Lassen Sie uns diese und weitere Fragen gemeinsam diskutieren! 

Whitepaper: Altersvorsorgedepot – Was Versicherer jetzt entscheiden müssen  

Das Whitepaper bietet eine detaillierte Einordnung des Marktpotenzials, der Kostenrahmen und der Handlungsoptionen.
 

Zum Whitepaper

Whitepaper Altersvorsorgereformgesetz 2026

Quelle: * DZ Bank AG: Private Haushalte Deutschland: 2025 starker Vermögensaufbau dank Sparen und Aktien, https://www.dzbank.de/content/dzbank/de/home/die-dz-bank/presse/schwerpunktthemen/2026/zehn-billionen-euro--geldvermoegen-der-deutschen-steigt-wegen-ho.html