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Arbeitswelten/NewWork
Neue Arbeitswelten vs. konservative Tradition – Wie sich die Arbeitswelt der Zukunft“ im Versicherungs-, Banken- und Energiesektor wandelt

In so herausfordernden Zeiten, wie diesen, wird die hohe Bedeutung des Themas „Arbeitswelt der Zukunft“ spürbar. Wie auch die COVID-19-Pandemie zeigt, lässt sich unser Alltag anhand des VUCA-Phänomens (Heller, 2019) als dynamisch, unsicher, komplex und mehrdeutig beschreiben und fordert ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft. Themen wie Digitalisierung, wachsende Kundenforderungen, aber auch die Wertschätzung und Mitarbeiterintegration gewinnen massiv an Bedeutung. Hingegen werden veraltete Geschäftsmodelle und Rollenbilder in Frage gestellt. Besonders in konservativen Sektoren wie der Versicherungs-, Energie- und Bankenwirtschaft wächst damit die Anforderung an einen tiefgreifenden Unternehmenswandel.

Die Identifikation des Gaps zwischen dem „Wunsch“ und einer tatsächlichen Umsetzung der neuen Arbeitswelt, machte sich die LF-Gruppe zur Aufgabe. Im Rahmen von drei Expertenstudien wurden Daten zum aktuellen Entwicklungsstand aus drei traditionellen Sektoren – der Versicherungs-, Banken- und Energiebranche – erhoben.  Dabei beschäftigten sich Führungskräfte aus den Bereichen Personal, Unternehmensentwicklung, Innovation sowie Kommunikation und IT mit den Fragestellungen. In Form einer Online-Befragung, verteilt über das Jahr 2019, wurde den zentralen Forschungsfragen nachgegangen. Die Ergebnisse gaben aufschlussreiche Erkenntnisse zum Stand der Dinge, den Plänen, Problemen und Herausforderungen im Umgang mit neuen Arbeitswelten, welche im folgenden Beitrag kurz diskutiert werden.

Blogartikel
Arbeitswelten/NewWork
Psychische Gesundheit und New Work – Boreout

In meinem letzten Beitrag hatte ich mich dem Thema Burnout gewidmet. Im Gegensatz zum „Ausgebranntsein“ steht der Zustand des „Ausgelangweiltseins“ (boreout) am Arbeitsplatz. Die Betroffenen leiden unter quantitativen und qualitativen Unterforderungen.  Die quantitative Unterforderung bezieht sich auf die Anzahl der Aufgaben, während die qualitative für eine unzureichende Ausschöpfung von fachlichem Wissen und Kompetenzen der Beschäftigten steht. Die Betroffenen leiden interessanterweise unter ähnlichen psychosozialen Folgen wie beim Burnout.

Da die Langeweile am Arbeitsplatz in einer Leistungsgesellschaft weniger akzeptiert und schnell als Faulheit betrachtet werden kann, versuchen die Betroffenen diese durch die Anwendung unterschiedlicher Strategien, wie vorgetäuschte Überstunden, zu verheimlichen. Bei den Betroffenen entstehen negative Gefühle wie Wertlosigkeit, Illoyalität sowie Sinnlosigkeit, was sich langfristig negativ auf das Selbstbild, die Selbstwirksamkeitsüberzeugung, die Leistungsfähigkeit und das Engagement auswirken kann. Dies führt wiederum zu weiteren negativen Konsequenzen wie einer systematischen Benachteiligung bei der Aufgabenverteilung. Denn das Vertrauen und die Erwartungen von Führungspersonen und Kollegen können aufgrund der ungenügenden Leistungen und zunehmenden Konflikte in der Vergangenheit so rapide gesunken sein, dass  anspruchsvolle und interessante Aufgaben den Betroffenen gar nicht zugetraut werden.

Ebenso wie die Burnout-Betroffenen können die Unterforderten sowohl von verhaltensbezogenen Maßnahmen als auch von strukturellen bzw. verhältnisbezogenen Veränderungen, wie die Flexibilisierung des Arbeitszeitmodells und der Organisationsstruktur, profitieren. Neben flexiblen Arbeitszeiten wirkt auch das Arbeiten in projektbezogenen, dynamischen Teams positiv auf die Betroffenen, da man so in den Austausch mit unterschiedlichen Kollegen kommt und abwechslungsreiche Aufgaben erlebt.

Blogartikel
Arbeitswelten/NewWork
Psychische Gesundheit und New Work – Burnout

Blickt man auf die Geschichte der Arbeitswelt zurück, erkennt man die stetigen Bemühungen der Menschen, ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Technologische Entwicklungen und Innovationen verwirklichen diesen Wunsch und erfordern gleichzeitig Anpassungen bestehender Strukturen und Anforderungen der Arbeitswelt.

Wir befinden uns in einem Wandel, der durch die Digitalisierung und Globalisierung hervorgerufen wird und unsere Arbeit, wie wir sie kennen, neu definiert. Neue Formen der Zusammenarbeit und Organisationsstruktur finden in vielen Unternehmen weltweit Anwendung. Der Schlüsselbegriff hierfür lautet  New Work.

Werte wie Wertschätzung, Mitbestimmung, Sinnhaftigkeit und Autonomie prägen die strukturellen Anpassungsversuche zahlreicher Unternehmen und dienen den noch Ratsuchenden als Orientierungshilfe. In diesem Kontext werden die klassischen, starren Organisationsstrukturen und Arbeitsprozesse durch flexible, dynamische und agile Formen ersetzt. In der neuen Arbeitswelt entstehen Freiräume, so dass die Arbeitnehmer – dank der vollständigen Automatisierung und Digitalisierung – ihre Zeit und Energie sinnstiftenden, anspruchsvollen Tätigkeiten widmen und sich selbstbestimmt und frei entfalten können.

Der New-Work-Ansatz stellt die Beschäftigten und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Hierbei gewinnen die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden der Erwerbstätigen zunehmend an Relevanz.

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