Whitepaper: Versicherer im Fokus der EU-AML-VO

Das Whitepaper der Versicherungsforen Leipzig und Sopra Steria zeigt, dass die neue EU-Anti-Geldwäscheverordnung (AML-VO) die Geldwäscheprävention von Lebensversicherern grundlegend verändert: Ab dem 10. Juli 2027 gilt ein unmittelbar wirksames, europaweit einheitliches Regelwerk, das Versicherer zu einer Steuerung ihrer AML-Risiken auf Bankenniveau verpflichtet.

Typ:
Whitepaper
Rubrik:
Finanzen & Risiko
Themen:
Geldwäsche Risikomanagement
Whitepaper: Versicherer im Fokus der EU-AML-VO

Mit dem EU-Anti-Geldwäsche-Paket ersetzt die Europäische Union bislang national geregelte Vorschriften durch ein verbindliches, einheitliches Regelwerk. Gesteuert wird dieser Prozess von der neuen Aufsichtsbehörde AMLA (Anti-Money Laundering Authority), die seit Juli 2025 im Betrieb ist und ab 2028 ausgewählte Hochrisiko-Institute direkt beaufsichtigt. Das Whitepaper der Versicherungsforen Leipzig und Sopra Steria arbeitet heraus, dass insbesondere Lebensversicherer, Anbieter investmentbezogener Versicherungsprodukte und bestimmte Vermittler künftig ihre Geldwäscheprävention risikobasiert, datengetrieben und über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg steuern müssen. Für die Praxis bedeutet das: Geschäftsleitungen sollten die Umsetzung nicht als isoliertes Compliance-Projekt, sondern als organisationsweiten Transformationsauftrag mit klarem Zeitplan angehen.

 

Umfang & Inhalt

Das Whitepaper gliedert sich in sechs Kapitel: Es beginnt mit einer Einordnung von AMLA als neuer EU-Behörde und einem Exkurs zu den besonderen Risiken von Lebensversicherern. Es folgt ein Überblick über die neuen Anforderungen der AML-VO samt Zeitplan der Etappenziele. Die Kapitel „Herausforderungen" und „Handlungsempfehlungen" beschreiben konkrete Vorbereitungsschritte sowie strategische Leitplanken für das Top-Management. Eine Roadmap mit Fristen und Prioritäten sowie ein Fazit zu Chancen der Transformation schließen das Whitepaper ab.

 

Zentrale Erkenntnisse:

  • AMLA bündelt die Aufsicht auf EU-Ebene: Die AMLA hat ihren Betrieb im Juli 2025 aufgenommen und übernimmt die Ausarbeitung technischer Standards, die direkte Aufsicht über risikobehaftete Verpflichtete sowie die Koordination nationaler Aufsichtsbehörden. Ab 2028 beaufsichtigt sie ausgewählte Hochrisiko-Institute direkt und veröffentlicht regelmäßig Standards sowie Listen beaufsichtigter Unternehmen.
  • Lebensversicherer tragen bankähnliche Risiken: Lebensversicherungsprodukte ermöglichen die Ansammlung, Zwischenlagerung und spätere Rückführung von Kapital über Rückkäufe, Auszahlungen oder Vertragsänderungen. Diese Kombination macht sie besonders anfällig für Layering-Prozesse.
  • Enger Zeitplan bis Juli 2027: Die AML-VO gilt ab dem 10. Juli 2027 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Bis Ende 2026 sollten Versicherer Zielbild, Gap-Analyse und Priorisierung abschließen, im ersten Halbjahr 2027 KYC-Prozesse, Monitoring-Logiken und Screening operativ umsetzen und testen. Ab Juli 2027 folgt der produktive Betrieb mit laufendem Wirksamkeitsnachweis und der Integration neuer AMLA-Standards.

 

Zielgruppen

  • Geschäftsleitungen von Lebensversicherern
  • Compliance- und AML-Verantwortliche
  • IT- und Datenmanagement
  • Vertrieb und Maklerbetreuung
  • Risikomanagement

 

Jetzt Whitepaper bei Sopra Steria herunterladen

Das vollständige Whitepaper "Versicherer im Fokus der EU-AML-VO" von Versicherungsforen Leipzig und Sopra Steria liefert die komplette Roadmap für die Umsetzung bis 2027 – inklusive Gap-Analyse-Vorgehen, Monitoring-Anforderungen und den strategischen Entscheidungen, die auf Geschäftsleitungsebene jetzt anstehen. Es richtet sich an Compliance-Verantwortliche, IT- und Risikomanagement sowie Geschäftsleitungen, die die AML-VO-Umsetzung strukturiert statt reaktiv angehen wollen. Das Dokument steht bei Sopra Steria zum Download bereit.

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