Sie sind noch nicht registriert?
Ein wenig hat man das Gefühl, das Thema Telematik nimmt wieder an Fahrt auf. Lang schon ist die Branche an dem Thema dran und den Piloten längst entwachsen. Die Telematik ist aber noch lange nicht da, wo sie sein könnte und auch die Akzeptanz bei den Kunden könnte an der ein oder anderen Stelle höher sein. Ein weiterer Schmerzpunkt sind die Daten. Im Beitrag geben wir einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Telematik-Tarife, die im Rahmen der Fachkonferenz „Telematik in der Kraftfahrtversicherung" Anfang Mai dieses Jahres diskutiert wurden.
Hat man vor einigen Jahren noch von künftigen Entwicklungen gesprochen, so ist es längst Realität: das Connected Car kommuniziert in Echtzeit mit anderen internetfähigen Geräten. Auch private Pkws sind zunehmend in der Lage, sich mit der Umgebung zu vernetzen. So ist die Kommunikation mit anderen Fahrzeugen, der Verkehrsinfrastruktur oder auch dem Smartphone des Fahrers möglich. Auf diese Weise können unterschiedlichste Daten generiert, gesammelt und gesendet werden. Das können fahrzeugbezogene Daten (z. B. Grunddaten des Fahrzeugs oder erzeugte technische Daten), vom Fahrer eingebrachte Daten (wie Fahrverhalten, Standort- und Navigationsdaten oder Infotainment-Einstellungen) und Umgebungsdaten (z. B. andere Verkehrsteilnehmer, Wetter oder Verkehrsvorfälle) sein. Die aufgezeichneten Daten werden über das Mobilfunknetz an Hersteller sowie Drittanbieter gesendet. Damit ist es möglich, dass auch die Kfz-Versicherer an diese Daten kommen – aber was können sie damit anfangen und welche Hürden gibt es noch zu überwinden?
Vor Corona waren die Menschen sehr mobil: Laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) waren 89,3 Prozent der Deutschen im Jahr 2019 täglich unterwegs. Den größten Anteil des Verkehrsaufkommens machte der MIV (motorisierter Individualverkehr) aus, über 54 Prozent der täglichen Wegstrecke wurden so zurückgelegt. Für das Jahr 2020 registrierte das BMVI eine Fahrleistung (= Gesamtstrecke, die von Verkehrsmitteln pro Jahr zurückgelegt wird) von 764 Kilometer je Pkw. Dieser im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringere Wert ist in erster Linie den corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens zuzuschreiben. Die Corona-Krise schränkte die individuelle Mobilität im Jahr 2020 deutlich ein. Fast jeder Fünfte fühlt sich laut einer Umfrage des ADAC durch die Einschränkung in seiner Mobilität belastet.
Endkunden- und Branchenbefragung
Im Zuge der Digitalisierung und Vernetzung, aber auch aus ökologischen und ökonomischen Aspekten verändert sich das Verständnis von Mobilität. In unserem aktuellen Themendossier möchten wir anhand spannender Zahlen und Fakten neue Mobilitätskonzepte vorstellen, die auch an der Versicherungswirtschaft nicht vorbeigehen werden.
Diese Seite teilen