Podcast Insight: Schadenforensik – Wie moderne Brandursachenermittlung den Regress stärkt
Erfahren Sie im Podcast Versicherung 360 Insight mit Robert Steiner, wie Versicherer mithilfe von 3D-Brandortdokumentation, CT-Analysen und Drohnen ihre Regressquote bei Brandschäden steigern können.
Mitten im Interview schrillt plötzlich die Sirene. Feueralarm auf dem Messekongress Schadenmanagement & Assistance in Leipzig! Die Moderatorin Bärbel Büttner und ihr Gast müssen die Podcast-Aufnahme unterbrechen. Das Kuriose: Ihr Gast ist Robert Steiner, Sachverständiger für Brandursachenermittlung.
Karma oder Zufall? „Ich bin eigentlich im schlechten Fall da“, schmunzelt Steiner später, als sich die Aufregung gelegt hat und der Alarm sich als bloße Übung herausstellt. „Ich komme ja immer, wenn etwas passiert ist.“
Der erfahrene Kriminaltechniker (mit Stationen beim BKA Wien und der bayerischen Polizei) ermittelt heute im Raum Deutschland und Österreich. In der neuen Folge von Versicherung 360 Insight erklärt er, warum moderne Schadenforensik der Schlüssel für einen erfolgreichen Versicherer-Regress ist.
High-Tech im Brandschutt: 3D-Scans und CT als Regress-Hebel
Klassische Fotos reichen oft nicht aus, um Regress gerichtlich durchzusetzen. In dieser Episode erfahren Sie, wie moderne Technologie Beweise lückenlos sichert:
- 3D-Brandortdokumentation schützt vor Schutzbehauptungen: Steiner scannt den Brandort in 3D, um so Beweise zu sichern: „Das birgt eben den Vorteil, dass man jeden Raum noch einmal begehen kann mit dem gegnerischen Anwalt […] und das erklären kann anhand der Bilder, warum dieser Brand genau hier nicht ausgebrochen ist.“
- Zerstörungsfreie Materialprüfung per Computertomographie (CT): CT-Scans machen das Innere von Bauteilen (z. B. PV-Anlagen oder Öfen) sichtbar, ohne sie zu beschädigen. So lassen sich Herstellungsfehler gerichtsfest nachweisen: „CT Röntgenaufnahmen bieten die Möglichkeit einer zerstörungsfreien Bauteiluntersuchung. Dies birgt den Vorteil, dass man nicht Gefahr läuft, Beweismittel hier zu zerstören.“
Drohnen im Einsturzgebiet und die Grenzen von KI
Das Gespräch beleuchtet weitere praxisrelevante Facetten der modernen Schadenanalyse wie den Einsatz von Drohnentechnologie:
- Drohnentechnik in Ruinen: Drohnen sichern unmanipulierte Bilder aus einsturzgefährdeten Gebäuden, auch wenn dabei laut Steiner „ein bis zwei Drohnen im Jahr leider Opfer der Tätigkeit“ werden.
- Handarbeit schlägt künstliche Intelligenz: Warum die Brandermittlung trotz Digitalisierung eine zutiefst menschliche Arbeit bleibt und KI an physikalische Grenzen stößt: „Es ist auch nicht erkennbar für mich, dass man hier durch Technik, speziell KI, in nächster Zeit ersetzt wird…“
Hören Sie jetzt rein und erfahren Sie, wie moderne Technik die Regressquote sichert!
Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei!