Innovative Versicherungsprodukte und Kooperationen im Fokus – unser Marktmonitor 04/2025
Im Beitrag stellen wir drei exemplarische Produktlösungen der Zurich Gruppe, HDI Global und Verti vor. Dabei handelt es sich um einen Auszug aus unserem aktuellen Marktmonitor.
Von der zunehmenden Professionalisierung bei Cyber-Angriffen über verschärfte ESG-Pflichten in der Lieferkette bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten wie Car-Sharing: Die Risikolandschaft und die Kundenbedürfnisse wandeln sich rasant. Doch wie übersetzt die Versicherungswirtschaft diese Herausforderungen in konkrete Produkte?
In der aktuellen Auswertung unseres Marktmonitors „Innovative Produkte & Services“ haben wir die Entwicklungen des letzten Quartals analysiert. Dabei zeigen sich vor allem Ansätze, die klassische Deckung mit technischen Services verknüpfen oder neue Lebensrealitäten in Tarifmodelle integrieren.
Im Folgenden stellen wir drei exemplarische Lösungen der Zurich Gruppe, HDI Global und Verti vor.
Der Marktmonitor wird viermal im Jahr veröffentlicht und fasst zentrale Neuheiten kompakt zusammen.
Zurich & Telekom: Cyber-Versicherung plus Echtzeit-IT-Security im Bündel
Cyber-Angriffe zählen inzwischen zu den zentralen Geschäftsrisiken vieler Unternehmen. Angesichts immer professioneller agierender Angreifer und komplexer IT-Infrastrukturen reicht klassischer Versicherungsschutz allein häufig nicht mehr aus, um Unternehmen wirksam zu schützen. Vor diesem Hintergrund haben die Zurich Gruppe Deutschland und die Deutsche Telekom eine integrierte Cyber-Versicherung entwickelt, die technische Sicherheitsleistungen, kontinuierliche Risikoanalysen und finanzielle Absicherung in einem ganzheitlichen Lösungspaket vereint. Ziel der Kooperation ist es, die Cyber-Resilienz zu erhöhen, indem präventive Maßnahmen und Absicherungsmechanismen systematisch miteinander verzahnt werden. Insgesamt entsteht so eine Lösung, die vorbeugende IT-Sicherheit, kontinuierliches Monitoring und klassischen Versicherungsschutz in einem Produkt zusammenführt.
HDI Global: Absicherung von ESG-Verstößen in Lieferketten
Zudem rücken auch Nachhaltigkeitsanforderungen entlang globaler Lieferketten für Unternehmen zunehmend in den Fokus. Strengere gesetzliche Vorgaben wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und europäische Richtlinien verschärfen den Druck, Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern auch bei direkten Zulieferern konsequent einzuhalten. Verstöße können erhebliche finanzielle, rechtliche und Reputationsschäden nach sich ziehen. Vor diesem Hintergrund hat HDI Global als erster Anbieter in Deutschland einen speziellen Versicherungsschutz für ESG-Risiken in Lieferketten entwickelt. Die neue Lösung zielt darauf ab, Unternehmen bei der Bewältigung der finanziellen Folgen von Verstößen gegen ESG-Standards zu unterstützen und auf die wachsenden regulatorischen Anforderungen angemessen zu reagieren. Kern des Angebots ist der neu eingeführte Deckungsbaustein „Lieferketten-ESG-Risiko“, der ein breites Spektrum möglicher Schadensszenarien abdeckt, die sich aus Pflichtverletzungen unmittelbarer Zulieferer ergeben können.
Verti: Car-Sharing-Erfahrung als Vorteil bei der Schadenfreiheitsklasse für Erstversicherte
Zudem haben sich die Mobilitätsgewohnheiten vieler Menschen in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Statt eines eigenen Autos werden – vor allem in Städten – zunehmend Car-Sharing-Angebote genutzt. Beim Abschluss einer klassischen Kfz-Versicherung blieb diese praktische Fahrerfahrung bislang jedoch meist unberücksichtigt. Das führte häufig dazu, dass Kundinnen und Kunden beim ersten eigenen Pkw mit einer ungünstigen Schadenfreiheitsklasse starteten, und das trotz unfallfreien Fahrverhaltens. Verti setzt genau hier an und bietet mit dem „Danke-Car-Sharing-Tarif“ eine Lösung, die dieses veränderte Nutzungsverhalten stärker berücksichtigt. Unfallfreie Fahrpraxis mit Car-Sharing-Fahrzeugen kann bei der Einstufung der Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) angerechnet werden – auch dann, wenn zuvor noch nie ein Auto auf den eigenen Namen versichert war. Das kann bewirken, dass die erste eigene Pkw-Versicherung nicht mit der schlechtesten Einstufung beginnt, sondern mit einer besseren SF-Klasse und damit verbundenen niedrigeren Beiträgen sowie attraktiveren Einstiegsprämien.
Die Entwicklungen des letzten Quartals, die wir im Marktmonitor „Innovative Produkte & Services“ ausgewertet haben, machen vor allem eines deutlich: Im gesamten Versicherungsmarkt nimmt die Zahl und Bedeutung strategischer Partnerschaften spürbar zu. Außerdem zeigt sich eine klare Tendenz zur Erweiterung und stärkeren Spezialisierung der Produktangebote. Damit setzt sich der Trend fort, Versicherungen über Allianzen ganzheitlicher aufzustellen und stärker an den konkreten Bedürfnissen der Kundengruppe auszurichten und sich somit passgenauer als die klassischen Standardtarife zu präsentieren.
In welcher Form wir diese und viele weitere Neuerungen am Markt aufbereiten und welchen Mehrwert Ihnen die Informationen für Entscheidungen und die Produktentwicklung bieten, erfahren Sie auf unserer Website sowie im beigefügten Auszug.