Digitale Exzellenz als Gamechanger: Wie Allianz Direct Kundenzentrierung und KI-First-Strategie vereint
Im Interview vor dem Messekongress Kunden- und Vertriebsmanagement 2026 zeigt Dr. Uwe Stuhldreier, wie Allianz Direct mit cloudbasierter Plattform, konsequenter Kundenzentrierung und einer klaren KI-First-Strategie digitale Exzellenz neu definiert.
Der Messekongress Kunden- und Vertriebsmanagement im Juni 2026 steht im Zeichen radikaler technologischer Sprünge und neuer Kundenerwartungen. Einer der Taktgeber dieser Entwicklung ist Dr. Uwe Stuhldreier, Vorstandsmitglied der Allianz Direct. In seiner Keynote wird er verdeutlichen, dass echte digitale Exzellenz weit über die reine Prozessoptimierung hinausgeht – es geht um das Schaffen von Erlebnissen, die Kunden positiv überraschen.
Im Vorfeld des Kongresses spricht Dr. Stuhldreier im Interview über den Vorteil einer cloudbasierten Plattform ohne Legacy-Altlasten, die Rolle von „Agentic AI“ als empathische Schnittstelle zum Kunden und die Herausforderung, in einer Welt von „Zero-Click“-Antworten sichtbar zu bleiben. Erfahren Sie, warum für die Allianz Direct der Weg bis 2030 konsequent „KI-first“ bedeutet und wie Schadenregulierung in 60 Sekunden zum neuen Standard wird.
Herr Dr. Stuhldreier, der Titel Ihrer Keynote beim Messekongress Kunden- und Vertriebsmanagement 2026 lautet „Wie digitale Exzellenz den Unterschied macht“. In der Branche spricht heute jeder von Digitalisierung. Wo ziehen Sie bei der Allianz Direct die Trennlinie zwischen bloßer Prozess-Digitalisierung und echter digitaler Exzellenz? Was ist das entscheidende Merkmal, das den Kunden spüren lässt: Hier läuft es anders als beim Wettbewerb?
Digitale Exzellenz zeigt sich für uns nicht darin, Prozesse einfach nur zu digitalisieren, sondern digitale Erlebnisse zu schaffen und die Kunden positiv zu überraschen. Kunden vergleichen uns nicht mit anderen Versicherern, sondern mit den besten digitalen Services, die sie täglich nutzen. Deshalb definieren wir digitale Exzellenz als nahtlose, intuitive Journeys ohne Medienbrüche, die in Echtzeit Lösungen liefern.
Ein Beispiel: Schadenregulierung in 60 Sekunden. Der Kunde meldet den Schaden in seinem Kundenportal „MyAccount“, lädt Fotos hoch und erhält innerhalb weniger Sekunden ein Angebot zur Sofortauszahlung per Echtzeitüberweisung. Alternativ schlagen wir automatisch passende Werkstätten vor.
Diese Kombination aus Geschwindigkeit, Einfachheit und Wahlfreiheit schafft echte Kundenbegeisterung.
Sie sprechen in Ihrem Vortrag von einer modernen Plattform als Fundament und einer effektiven digitalen Versicherungsmaschine. Viele Versicherer kämpfen noch mit ihren Legacy-Systemen. Wie radikal muss der Schnitt bei bestehender Technologie sein, um diese Skalierungsgeschwindigkeit überhaupt erreichen zu können?
Unser größter Wettbewerbsvorteil ist, dass wir auf einer komplett modernen, cloudbasierten Plattform arbeiten – ohne Altlasten, ohne Kompromisse. Kein Code ist älter als fünf Jahre.
Diese Architektur ermöglicht uns hohe Geschwindigkeit in der Produktentwicklung, Flexibilität bei Marktveränderungen und Effizienz über die gesamte Wertschöpfungskette.
Dass wir Akquisitionen wie FRIDAY und iptiQ schnell integrieren konnten, beweist die Skalierbarkeit unserer Plattform.
Der entscheidende Zukunftsvorteil: Wir können KI nativ in unsere Systeme einbetten, statt isolierte Lösungen zu bauen. Das macht uns langfristig schneller, präziser und kosteneffizienter.
Lassen Sie uns konkret auf die Customer Journey schauen. Als Direktversicherer fehlt Ihnen der klassische Vermittler als „menschliches Interface“. Sie setzen stattdessen auf KI-basierte Abläufe entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die kritische Frage lautet oft: Wo bleibt die Empathie? Wie schaffen Sie es, technisch und kommunikativ, dass sich die Customer Journey trotz hohem Automatisierungsgrad für den Kunden persönlich und nicht wie eine anonyme Abfertigung anfühlt?
Empathie bedeutet für Kunden vor allem: Sicherheit, Klarheit und schnelle Hilfe im Schadenfall. Und genau das kann eine digitale Versicherungsmaschine leisten, wenn sie Daten intelligent nutzt.
So personalisieren wir Angebote, indem wir dem Kunden proaktiv relevante Einsparpotenziale aufzeigen – etwa durch Werkstattbindung oder Anpassung des Selbstbehalts.
Ein weiteres Beispiel ist unser Agentic Sales Bot in der Privathaftpflicht. Er führt Kunden heute schon so authentisch durch den Prozess, dass sie keinen Unterschied zu einem menschlichen Berater wahrnehmen.
Unsere Überzeugung: Ein Digitalversicherer kann persönlich agieren - gerade durch den intelligenten Einsatz von Agentic AI.
Bleiben wir noch kurz bei der Customer Journey: Die Touchpoints verändern sich durch Chat GPT und Co. Wie geht die Allianz Direct damit um und ist dieser Wandel bereits messbar?
Das Kundenverhalten verändert sich rasant. Mit KI-Overviews entwickelt sich Google von einer Klick-basierten Suchmaschine zu einer Zero-Click-Antwortmaschine. Kunden holen sich Informationen direkt aus der KI – nicht mehr von den Websites der Versicherer.
Wer in den Antworten der KI nicht vorkommt, verliert Sichtbarkeit.
Deshalb arbeiten wir aktiv an unserer KI-Sichtbarkeit, schaffen frühzeitig eine eigene Präsenz in KI-Ökosystemen und sichern unsere Markenrelevanz in einer neuen Suchlogik.
Wenn Ihre digitale Versicherungsmaschine heute bereits hochgradig automatisiert und skalierbar läuft – was ist der nächste logische Schritt für 2030? Sehen wir die Allianz Direct dann als Vorreiter für völlig neue, datengetriebene Versicherungsmodelle, die wir heute noch gar nicht auf dem Radar haben?
Das wäre schön und aus unserer Sicht erstrebenswert. Aber genau das ist der Punkt: Wir müssen die unglaubliche Geschwindigkeit moderner Technologien antizipieren – insbesondere bei den KI-Anwendungen. Für uns bedeutet das: Allianz Direct ist KI-first!
Wir freuen uns auf die Keynote von Dr. Uwe Stuhldreier zum Messekongress Kunden- und Vertriebsmanagement am 16./17. Juni.