Auswirkung von autonomen Fahrzeugen auf KFZ-Versicherung

90% der Unfälle im Straßenverkehr SIND auf menschliches Versagen zurückzuführen, wodurch autonome Fahrzeuge einen starken Einfluss auf die KFZ-Versicherungen haben werden,

Typ:
Artikel
Rubrik:
Schaden & Leistung
Themen:
Schaden-/Leistungsmanagement Kfz-Versicherung
Auswirkung von autonomen Fahrzeugen auf KFZ-Versicherung

Während erste Projekte zum Thema autonomer Mobilität bereits medienwirksam getestet werden, verdeutlicht die Prognose des ADAC1, dass erst ab 2040 mit einem flächendeckenden Einsatz sich vollständig autonom bewegender Fahrzeuge zu rechnen sei. Dies liegt zum einen am Entwicklungsstand der Fahrsysteme, aber auch daran, dass ein durchschnittlicher Bundesbürger sein KFZ bis zu 20 Jahre lang nutzt bevor möglicherweise auf ein autonom agierendes Fahrzeug wechseln würde.  

Auch für die KFZ-Versicherungen sind mögliche Effekte des Trends daher erst in Jahren zu erwarten. Da 90% der Unfälle im Straßenverkehr auf menschliches Versagen zurückgeführt werden kann, ist bei steigender Durchsetzung autonomer PKWs grundsätzlich mit einem Rückgang von Unfällen und damit der Schadenslast zu rechnen. Gänzlich unbeeinflusst von den präventiven Mechanismen von Fahrassistenzsystemen bleiben jedoch Schäden, die auf Steinschlag oder Hagel zurückgehen. Diese machen jedoch nach wie vor einen Großteil der Schäden aktueller Kasko-Versicherungen aus. Sollte es in Zukunft trotz aller virtueller Assistenten zum Schadensfall am Auto kommen, werden diese wegen der komplizierten verbauten Technik immer teurer. Diese Effekte abschätzend kommt die GDV daher zu der konservativen Prognose, dass die Entschädigungsleistungen von KFZ-Versicherern bis zum Jahr 2035 lediglich um 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 sinken wird.