New Work und Kulturwandel in der Assekuranz: „Wir reden von vielen Jahren“

Das Thema New Work bzw. Neue Arbeitswelten ist aktuell wichtiger denn je und steht auch bei vielen Versicherungsunternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste. Dabei gibt es allerdings einige "dicke Bretter" zu bohren - und der Faktor Zeit spielt eine entscheidende Rolle, erklärt New-Work-Experte Steffen Rohr.

Typ:
Artikel
Rubrik:
Strategie & Innovation
Themen:
Arbeitswelten/NewWork Unternehmenskultur Betriebsorganisation
New Work und Kulturwandel in der Assekuranz: „Wir reden von vielen Jahren“

Das Thema New Work bzw. Neue Arbeitswelten ist aktuell wichtiger denn je und steht auch bei vielen Versicherungsunternehmen ganz oben auf der Prioritätenliste. „Durch die Globalisierung, Digitalisierung und den Wertwandel hat sich das Umfeld in den letzten 20 Jahren derart verändert, dass Unternehmen erkennen, dass die Organisations- und Arbeitsformen des letzten Jahrhunderts nicht mehr zur Dynamik der Märkte und zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passen“, bestätigt Steffen Rohr, Projektmanager im Kompetenzteam Digitalisierung & Innovation bei den Versicherungsforen Leipzig, in einem Interview.

Organisationsstruktur und Führung im Fokus

Neben vielen weiteren Aspekten wie Arbeitsorten und technischer Ausstattung sind die Themen Organisationsstrukturen und Führung dabei besonders in den Fokus gerückt – nicht ohne Grund, erklärt der New-Work-Experte: „Das sind aus meiner Sicht die wirklich ,dicken Bretter‘, weil man sie nicht einfach wie ein Maschinenteil austauschen kann. Das hat was mit sozialen Systemen und Menschen zu tun, die in den bisherigen Strukturen gearbeitet haben und eine Menge an Veränderungen mit sich bringen, die nicht jedem schmecken.“ Einige Versicherer widmeten sich schon diesen Themen – die zukünftige Entwicklung bleibe weiter spannend.

Kulturwandel und Veränderung brauchen Zeit

Doch Steffen Rohr schätzt, dass die notwendigen Veränderungen, bei Strukturen und Führung, flächendeckend noch etwas Zeit benötigen – zudem einen hohen Veränderungsdruck aus dem Markt sowie zukunftsweisende Vorstandsmitglieder und entscheidungsbefugte Personen. Steffen Rohr: „Es gibt bereits Versicherungsunternehmen, die diese Veränderungen konsequent umsetzen und erste Erfolge sind auch schon zu sehen. Aber Veränderung und Kulturwandel brauchen ihre Zeit. Ich glaube, wir reden nicht von morgen und übermorgen, sondern von vielen Jahren und das dürfte je nach Unternehmen sehr unterschiedlich sein.“

Das ausführliche Interview mit Steffen Rohr sowie mit Dominik Hartmann, Referent Kompetenzfeld Unternehmensentwicklung & Organisation bei den Energieforen Leipzig, könnten Sie hier nachlesen